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MEHR BEWEGUNG IST DAS ZIEL — LANGE SITZEN KÖNNEN GEHÖRT DAZU
Schmerzen beim und nach langem Sitzen und wie Sie auf Reisen, im Theater und im Beruf wieder lange sitzen können
Sie müssen manchmal lange sitzen: im Beruf, auf Reisen, im Theater.
Wenn danach das Aufstehen schwerfällt oder Rücken, Hüfte und Gesäß schmerzen, wird meist auf Stuhl und Haltung geschaut. Wir schauen zuerst auf den Bereich, der dabei am häufigsten übersehen wird: das körperweite Faszien-Netzwerk. Darauf haben wir uns seit über 12 Jahren spezialisiert.
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Das sind die häufigsten Symptome beim längeren Sitzen
Wenn man zu lange sitzt, tut immer irgendetwas weh. Allerdings, was ist zu lange? Ob in ihrer Freizeit, bei gesellschaftlichen Events oder im Beruf, eine gewisse Sitzzeit muss schon möglich sein. Wir empfehlen, dass Sie sich mehr bewegen, aber wir helfen Ihnen, dass Sie bei Bedarf wieder länger sitzen können. Hier aus unserer Sicht die typischen Symptome, wenn mit dem Bindegewebe/den Faszien schon irgendetwas nicht mehr stimmt.
Beim Sitzen
-
Oberkörper
- Ziehen in den Armen oder Kribbeln in den Fingern
- Nackenschmerzen
- Nacken und Schultern verspannt
- oberer und mittlerer Rücken verkrampft oder stechender Schmerz
- Kopfschmerzen
- Brainfog beim längeren Sitzen
- es fällt schwer sich zu konzentrieren
-
Unterkörper
- Schmerzen im unteren Rücken
- Schmerzen im Gesäß
- Oberschenkelschmerzen auf der Rückseite oder seitlich
- Krämpfe in den Beinen
- Schmerzen in der Leiste
- Schmerzen am Sitzbein, Steißbein oder Schambein
- Schmerzen am Beckenboden
Beim Hochkommen und die ersten Schritte
- die ersten Schritte fallen schwer oder sind schmerzhaft
- man fühlt sich steif
- man kann sich schlecht aufrichten oder strecken
- das Bücken geht schlecht
- man fühlt sich 30 Jahre älter
Egal, wie Sie es nennen und in welchem Stadium Sie sich wiederfinden, wenn Sie Schmerzen beim Sitzen haben und bisherige Behandlungen nicht ausreichend geholfen haben, lohnt sich unserer Erfahrung nach ein Blick auf das Fasziengewebe.
Vorweg und stark verkürzt → unsere Behandlungs-Grundlage:
"Schmerzen beim Sitzen" gaben über 6000 Patienten in unserer Praxis als wichtiges Symptom an. Hier unsere Erkenntnisse:
- Viele Patienten erhalten eine Reihe von typischen orthopädischen Diagnosen, die aus unserer Sicht nicht zutreffen oder zumindest nicht die Hauptproblematik beschreiben und werden daher nicht optimal behandelt.
- Chronische und schmerzhafte Veränderungen der Faszienstruktur sind vielen Medizinern und anderen Therapeuten nicht im Detail bekannt.
- Patienten mit Faszienveränderungen im Körperzentrum (Hüften, Leisten, unterer Rücken, Oberschenkel) als auch im Oberkörperbereich berichten nach der komplexen Faszientherapie oft eine deutliche Verringerung oder Beseitigung der Schmerzen. Dadurch ist ihnen oft längeres und beschwerdefreies Sitzen wieder möglich.
Es geht um eine gute Versorgung des Gewebes, auf dem man sitzt. Bessere Versorgung des Gewebes bedeutet: längere Sitzzeiten sind oft wieder möglich.
80.000+
Behandlungen
26
spezialisierte Therapeuten
12+
Jahre Spezialisierung
300+
Erfahrungen unserer Patienten
Was Patienten über uns sagen
„Nach nur einem Besuch ging es meinen Rückenschmerzen im unteren Lendenwirbelbereich wesentlich besser. Ich konnte vor dem Besuch kaum noch sitzen und bin so dankbar für diesen Tipp und eure Topbehandlung!“
Sonja A. ⭐⭐⭐⭐⭐ Google
„Seit Jahrzehnten tun mir nach einer Stunde Sitzen ohne Beine-Ausstrecken die Knie weh. Im letzten Jahr habe ich schon vorsorglich Schmerztabletten genommen. Nach der Behandlung war ich begeistert.“
Michael F. ⭐⭐⭐⭐⭐ Google
„Ich bin schon länger dabei, weil Stress und vieles Sitzen meine Faszien über viele Jahre verklebt haben. Die Behandlungen tun mir sehr gut.“
Verläufe und Ergebnisse sind stets individuell. Die Angaben beruhen auf persönlichen, subjektiven Erfahrungen und stellen keine Erfolgsgarantie dar.
Das typische Szenario
Verschiedene orthopädische Diagnosen, häufig aber ähnliche grundlegende fasziale Ursachen
In unserer Praxis sehen wir täglich, dass Patienten mit völlig unterschiedlichen Beschwerden kommen. Ein wichtiges Problem ist häufig das gleiche: längeres Sitzen ist nicht mehr möglich.
Darum kann man häufig nicht mehr länger sitzen
Dauerspannung durch Haltung
Permanente Spannung in biologischen Systemen führt zu einer Anpassung. Die Konsequenz ist, dass unser Bindegewebe, welches fast gleichzusetzen ist mit Fasziengewebe, sich anpasst. Erst spannen nur Muskeln, dann werden nach und nach Gewebefasern verstärkt und umgebaut. Dies führt zu einer Verspannung und langfristig zu einer permanenten Verfestigung von Muskeln und anderer Gewebe. Nach und nach fühlt sich alles unbeweglicher, schwergängiger und steifer an, die Grundspannung ist in verschiedenen Bereichen spürbar deutlich höher, ebenso reduziert sich damit die Versorgung und die Drainage verschiedener Gewebe.
Sie haben länger gesessen, im Büro, im Auto, auf der Couch. Und wenn Sie aufstehen, sind die ersten Schritte unangenehm. Steif, schwerfällig, vielleicht ein Ziehen in der Hüfte oder Leiste, manchmal entlang des unteren Rückens oder Oberschenkels. Nach ein paar Metern wird es besser. Sie denken: „Ist halt so." Aber es wird im Laufe der Zeit eher schlechter. Sie fühlen sich beim Sitzen verspannt.
Druck auf Gewebe
Sie quetschen sich Gewebe ab. Durch den direkten Druck auf das Gewebe, wird es schon unangenehm. Das kann sehr lokal sein: z. B. Steißbein oder die Sitzhöcker am Becken, oder auch eher flächig: Oberschenkelrückseite, das gesamte Gesäß usw., daraus entsteht ebenfalls eine schlechtere Versorgung und Drainage von den beteiligten Geweben.
Das Sitzen wird direkt unangenehm. Sie mögen nicht mehr so lange regungslos sitzen, Sie haben das Bedürfnis hin- und herzurutschen, wollen sich beim Sitzen mehr bewegen, sitzen mal auf der einen Seite, dann möglichst bald auf der anderen Seite. Bestimmte Sitze machen es deutlich schlechter als andere, z. B. Autositze, Sessel, Couch oder Küchenstuhl. Je nachdem, wo bei Ihnen etwas zusammengedrückt wird, z. B. unterer Rücken, Oberschenkelrückseite, Gesäß, Leiste.
Blockaden von Gelenken
Sie haben einen nervigen Schmerz bei bestimmten Positionen, Sie spüren direkt die Dauerspannung, manchmal krampfartig, manchmal stechend, manchmal ein permanenter Druck. Hier sind es häufig Reflexe, die Ihnen die ganze Zeit signalisieren, dass etwas nicht stimmt, wenn Sie sich bewegen, fühlt es sich meistens besser an.
Häufige Fragen
Antworten auf die häufigsten Fragen zu Schmerzen beim längeren Sitzen und dem Hochkommen aus dem Sitzen
Hilft Faszientherapie, wenn man Schmerzen beim Sitzen hat?
Unserer Erfahrung nach sehr häufig! Wie immer und wie bei allen medizinischen Aspekten kann und darf man keine Versprechen geben, aber im Falle der Beschwerden, die Menschen beim Sitzen haben sind unsere Erfahrungen sehr positiv. Die meisten Patienten berichten Erleichterungen oft nach wenigen Sitzungen. In seltenen Ausnahmen konnten wir bisher nicht helfen.
Warum hilft Faszientherapie bei Beschwerden beim Sitzen?
Beim Sitzen werden verschiedene Bindegewebe belastet, entweder durch Dauerzug oder Spannung oder durch permanenten Druck. Bindegewebe und Fasziengewebe ist in der modernen Faszienforschung fast das Gleiche. Dieser Druck oder Zug auf die Faszien führt zu verschiedenen Anpassungen und Veränderungen im Gewebe. Diese Veränderungen sind meist schleichend und entstehen langsam und in den meisten Fällen ist das Gewebe zwar verändert, aber nicht zerstört, wie es z. B. bei Unfällen oder Operationen der Fall ist. Diese graduellen Veränderungen kann man mit speziellen Faszien-Behandlungs-Techniken wieder weitestgehend normalisieren und dann lassen auch meist zügig die Beschwerden wieder nach.
Wie viele Behandlungen brauche ich bei Schmerzen, die beim Sitzen oder beim Aufstehen auftreten?
Das hängt von Dauer und Komplexität Ihrer Beschwerden ab. Hier muss man die unterschiedlichen Arten der Beschwerden und deren Ursachen unterscheiden. Einige Patienten haben Beschwerden, die erst seit kurzem, z. B. durch eine Gelenkblockade entstanden sind. Nach einer Lösung von Blockaden, die keine anderen Veränderungen haben, berichten Patienten oft schon erhebliche Verbesserungen nach 1-2 Sitzungen. Typischerweise berichten Patienten bei schleichenden sich langsam, teils über Jahre aufbauenden Beschwerden, dass sie häufig nach 3-5 Behandlungen erhebliche Verbesserungen spüren. Ein wichtiger Faktor in diesem Kontext ist die weitere Belastung durch das Sitzen während des Behandlungszeitraumes und wie viele Möglichkeiten Patienten für ausgleichende Maßnahmen haben. Bei langjährigen oder komplexen Beschwerden kann es weitere Behandlungen brauchen. Nach der ersten Untersuchung erhalten Sie eine realistische Einschätzung.
So funktioniert es in 3 Schritten
damit Sie wieder möglichst schnell schmerzfrei und leistungsfähig sind
1. Vereinbaren Sie einen Termin
Einfach machen, verlieren Sie keine weitere Zeit. Sie können online oder telefonisch einen Termin buchen.
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2. Wir behandeln Ihre Faszien
Sie schildern uns Ihr Problem. Nachdem wir Sie untersucht haben, behandeln wir Ihre Faszien und normalisieren diese so gut und schnell wie möglich mit osteopathischen, chiropraktischen und speziellen faszialen Techniken.
3. Sie sind im besten Fall wieder fit und schmerzfrei
Mit schmerzfreien und leistungsfähigen Faszien können Sie die Dinge tun, die Sie tun wollen. Selbst langwierige Probleme sind häufig gut lösbar.
Wie lange kann ich nach den Behandlungen wieder sitzen?
Das hängt von verschiedenen Umständen ab. Die meisten Patienten beschreiben, dass sie nach ein paar Behandlungen wieder ihre gewohnten Sitzzeiten erreichen. Selbst Personen die eindeutig viel zu lange sitzen, z. B. über 12 Stunden täglich, profitieren erfahrungsgemäß erheblich von unseren Behandlungen. Einige nutzen unsere Behandlungen explizit regelmäßig, um die notwendigen Sitzzeiten erreichen zu können, weil es beruflich erforderlich ist. Wir empfehlen sehr, nicht zu lange am Stück zu sitzen, aber manchmal ist es eben notwendig. Die Antwort lautet daher: in einigen Fällen sehr lange, das hängt aber individuell von verschiedenen Faktoren ab und von der Anzahl der Behandlungen.
Warum hilft Faszientherapie bei so vielen Beschwerden beim Sitzen? Es ist doch ein Unterschied, ob ich Nackenverspannungen oder Oberschenkelschmerzen habe.
Faszien sind im ganzen Körper strukturell und an den verschiedensten Funktionen beteiligt. Die Definition von Faszien hat sich in den letzten Jahren erheblich geändert. In relativ aktuellen Sichtweisen macht das Fasziengewebe ca. 25-45% der gesamten Körpermasse aus. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Faszien maßgeblich und häufig an verschiedenen Beschwerdebildern beteiligt sind. D. h. sowohl im Nackenbereich wie auch im Beinbereich findet man erhebliche Mengen an Fasziengewebe, die unserer Erfahrung nach sich durch langes Sitzen verändern können. Daher lassen sich beide Bereiche und noch viele weitere durch eine gezielte Faszientherapie erheblich verbessern.
Gibt es verschiedene Arten von Faszientherapie?
Ja. In dieser Region werden bei Beschwerden beim Sitzen z. B. häufig Faszienrollen und andere Massagetools verwendet. Wenn die faszialen Veränderungen noch sehr gering sind, so zumindest unsere Erfahrung, dann können solche Rollen oder Tools hilfreich sein. Wenn es schon ein fortgeschritteneres Problem ist, dann reichen diese nach unserer Einschätzung meistens nicht mehr aus, weil sie viel zu unspezifisch sind. Ebenso gibt es sehr unterschiedliche Arten von Faszientherapie, auch hier gibt es aus unsere Sicht erhebliche Unterschiede in der Effizienz. Nicht alle gängigen Faszientherapien lassen sich für alle Beschwerden gleichermaßen gut anwenden. Wir haben über die Jahre für uns eine gut funktionierende Auswahl getroffen und einige Methoden entwickelt, die unserer Meinung nach gute Ergebnisse liefern.
Warum sind die ersten Schritte nach dem längeren Sitzen so schmerzhaft? Hat das was mit den Faszien zu tun?
Dies ist aus unserer Sicht ein echter faszialer Klassiker. Lange Faszienketten sind verspannt, gestaut und verfestigt. Unserer Erfahrung nach ist die Prognose hier exzellent, das ist eines der häufigsten und typischsten Symptome von Faszienveränderungen, die wir in unserer Praxis sehen. Insbesondere wenn es nach ein paar Schritten besser wird, und auch wenn es nach längerem Gehen manchmal wieder schlechter wird.
Warum habe ich Brainfog wenn ich länger sitze? Kann das mit den Faszien zusammenhängen?
Das ist sehr gut möglich. Es sind noch weitere Ursachen möglich, aber unserer Beobachtung nach führen Faszienveränderungen und Gelenkblockaden des oberen Brustkorbes, des Nackens mit dem Übergang zum Schädel häufig zu deutlichen Veränderungen der Versorgung und der Drainage des Kopfes und damit des Gehirns. Diese Situation führt möglicherweise zu leichten, aber spürbaren Minderleistungen des Gehirns (Konzentration, Klarheit) manchmal sind auch die Augen und deren einstellende Muskulatur mitbetroffen, was zu leichten Unschärfen beim Sehen führen kann. Andere Ursachen sind möglich und bedürfen manchmal weiterer ärztlicher Abklärung.
Was ist der Unterschied zwischen Physiotherapie und Faszientherapie bei Schmerzen beim Sitzen?
Physiotherapie arbeitet in der Regel mit Übungen, Dehnungen und Mobilisierung, um Beweglichkeit und Kraft zu verbessern. Das ist bei vielen Beschwerden sinnvoll und wirksam. Wenn allerdings strukturelle Veränderungen im Fasziengewebe vorliegen, z. B. Verklebungen, Verdickungen, Verhärtungen und Schwellungen oder Blockaden von Gelenken erreichen diese Maßnahmen häufig nicht die tieferliegenden Gewebsschichten oder die Gelenke, die das Problem verursachen. Spezialisierte Faszientherapie setzt direkt an diesen Gewebsveränderungen an, mit manuellen Techniken, die gezielt auf die faszialen Strukturen einwirken. Beides kann sich ergänzen. Für manche Beschwerden braucht es jedoch den gezielten faszialen Zugang.
Ist Faszientherapie bei Hüftschmerzen schmerzhaft?
Faszientherapie kann intensiv sein, besonders wenn das Gewebe stark verändert ist. Die Behandlung ist aber kein „Durchbeißen": Ihr Therapeut passt die Intensität an Ihre Situation und Ihr Schmerzempfinden an. Viele Patienten beschreiben die Behandlung als „wohltuend intensiv", unangenehm im Moment, aber mit sofort spürbarer Erleichterung danach. Wichtig: Die Intensität nimmt typischerweise von Sitzung zu Sitzung ab, weil sich das Gewebe zunehmend normalisiert. Wenn es sich um reine Gelenkblockaden handelt, sind die Behandlungen typischerweise nicht schmerzhaft. Allerdings sind es selten reine Gelenkblockaden.
Können Krämpfe durch veränderte Faszien verursacht werden?
Ja, und das ist häufiger als die meisten Patienten vermuten. Krämpfe können verschiedene Ursachen haben. Häufig beobachten wir, dass die Versorgung von Muskeln über das fasziale Gewebe organisiert wird. Blut- und Lymphgefäße werden von Faszien eingehüllt. Ebenso haben die Muskeln viele fasziale Strukturen, die erheblich die Durchblutung beeinflussen. Wenn die Versorgung nicht optimal ist, dann beobachten wir, dass unsere Patienten öfters Krämpfe haben. Wenn die Faszien in der Region wieder normaler, z. B. mit weniger Spannung vorliegen, dann werden Krämpfe unserer Erfahrung nach seltener oder können auch ganz verschwinden.
ISG-Schmerzen trotz Behandlung. Was kann ich noch tun?
Schmerzen im Iliosakralgelenk (ISG) gehören zu den hartnäckigsten Beschwerden in der Hüftregion. Häufig werden ISG-Blockaden eingerenkt, Infiltrationen gesetzt oder Stabilisationsübungen verordnet, häufig mit wechselhaftem Erfolg. Wenn diese Maßnahmen nicht dauerhaft helfen, liegt das oft daran, dass das fasziale Gewebe rund um das ISG, z. B. Bänder, Muskelhüllen, Gelenkkapsel etc. verändert ist. Diese faszialen Veränderungen halten die ISG-Problematik aufrecht, auch wenn das Gelenk selbst korrekt steht. Eine spezialisierte Faszienbehandlung kann dieses Gewebe gezielt normalisieren.
Gesäßschmerzen mit Ausstrahlung ins Bein, ist das Ischias oder ein Faszienproblem?
Das ist eine der häufigsten Verwechslungen, die wir in der Praxis sehen. Schmerzen im Gesäß, die ins Bein ausstrahlen, werden oft als Ischialgie (Ischiasschmerzen) diagnostiziert, also als Nervenreizung. In vielen Fällen sind aber nicht die Nerven gereizt, sondern das fasziale Gewebe im Gesäß- und Hüftbereich verändert. Diese faszialen Veränderungen können Schmerzausstrahlungen verursachen, die sich exakt wie Ischiasbeschwerden anfühlen. Der Unterschied zeigt sich erst in der manuellen Untersuchung und oft erst in der Behandlung: Wenn die Schmerzen durch Druck auf bestimmte Faszienstrukturen reproduzierbar sind, spricht das für eine fasziale und nicht für eine nervale Ursache.
Rückenschmerzen trotz Physiotherapie und Übungen. Können Faszien die Ursache sein?
Ja, das sehen wir in unserer Praxis sehr häufig. Viele Patienten mit Schmerzen im unteren Rücken haben bereits Physiotherapie, Rückentraining oder Dehnprogramme hinter sich, oft über Monate oder Jahre und ohne dauerhafte Besserung. Ein häufiger Grund: Die Übungen stärken die Muskulatur, erreichen aber nicht die tieferliegenden faszialen Strukturen, die den Schmerz verursachen. Im unteren Rücken sind das vor allem die Faszien der tiefen Rückenmuskulatur, der Lenden-Darmbein-Region und des Beckenbereichs. Wenn diese Gewebsschichten verändert sind, z. B. verdickt, verklebt oder verhärtet, hilft Training allein nicht, weil es an der falschen Struktur ansetzt. Eine manuelle Fasziendiagnostik kann klären, ob und wo fasziale Veränderungen vorliegen.
Bandscheibenvorfall diagnostiziert, aber die Schmerzen passen nicht dazu. Was kann das sein?
Das ist ein Szenario, das wir regelmäßig sehen. Ein Bandscheibenvorfall im MRT ist zwar ein Befund aber nicht automatisch die Ursache Ihrer Schmerzen. Studien zeigen, dass viele Menschen Bandscheibenvorfälle haben, ohne jemals Schmerzen zu spüren. Umgekehrt können heftigste Rückenschmerzen auftreten, obwohl der Bandscheibenvorfall minimal ist. In vielen dieser Fälle liegen die eigentlichen Beschwerdeursachen im faszialen Gewebe der Lenden- und Beckenregion, leider dort, wo kein MRT hinschaut, bzw. vom Arzt nicht als Faszienthematik erkannt wird. Wenn Ihre Beschwerden trotz Behandlung des Bandscheibenvorfalls nicht besser werden, lohnt sich eine Untersuchung des Fasziengewebes.
Die häufig übersehene Ursache
Warum Ihre Schmerzen beim Sitzen trotz Therapie geblieben sind
Aus unserer Sicht gibt es dafür zwei typische Gründe:
- Das fasziale Gewebe und die Gelenkfunktion werden nicht ausreichend untersucht.
- Faszienprobleme oder blockierte Gelenke werden nicht passend behandelt.
Das Problem mit der fehlenden Fasziendiagnostik
Wenn Sie wegen Beschwerden beim Sitzen Rat suchen, wird meist zuerst auf Stuhl, Haltung und Ergonomie geschaut oder, wenn eine Bildgebung gemacht wird, auf Bandscheibe, ISG oder beginnende Arthrose. Manchmal zeigt sich dort etwas, manchmal nicht.
In vielen Fällen stimmt diese Zuordnung nicht oder nur teilweise. Sie können einen Bandscheiben- oder ISG-Befund im MRT haben, ohne dass diese Struktur Ihre Schmerzen beim Sitzen verursacht. Umgekehrt gibt es heftigste Beschwerden bei völlig unauffälliger Bildgebung. Bildgebung zeigt Strukturen aber sie zeigt nicht, welche Struktur tatsächlich für Ihre Beschwerden verantwortlich ist.
Der Körper besteht aus einer Vielzahl von Strukturen, und jede einzelne kann Beschwerden verursachen. Das heißt aber nicht, dass immer eine einzelne Struktur die Ursache ist, manchmal ja, manchmal eben nicht. Häufig sind es lange fasziale Ketten und ganze Körpersysteme, die erst im Zusammenspiel Beschwerden machen.
Beim Sitzen wirken aus unserer Sicht vor allem drei Belastungen auf genau dieses fasziale System:
- Druck. Ihr Körpergewicht lastet dauerhaft auf denselben Zonen, z. B. Sitzhöcker, Steißbein, Gesäß, Oberschenkelrückseite. Dieser anhaltende Druck komprimiert das darunterliegende Gewebe.
- Zug. Die Sitzhaltung hält bestimmte Faszienketten über lange Zeit in Dauerspannung, etwa im Bereich der Hüftbeuger, des unteren Rückens und der hinteren Kette. Gewebe, das dauerhaft unter Zug steht, passt sich an und verfestigt sich nach und nach.
- Bewegungsmangel. Bewegung ist der eigentliche Motor für die Versorgung und die Drainage des Fasziengewebes. Wer lange regungslos sitzt, nimmt dem Gewebe genau diesen Austausch. Versorgung und Abtransport lassen nach, das Gewebe wird schlechter versorgt.
Was in der üblichen Diagnostik fast nie passiert: dass jemand systematisch das fasziale Gewebe der beim Sitzen belasteten Regionen und der anhängenden Strukturen untersucht. Dieses Gewebe bildet ein zusammenhängendes Netzwerk, das mechanisch, über den Stoffwechsel, über die Blut- und Lymphversorgung, die Drainage und die Körperwahrnehmung (Propriozeption) auf nahezu alle Einzelstrukturen einwirkt und das in der gängigen Bildgebung kaum darstellbar ist. Das ist kein Fehler Ihres Arztes: fasziale Veränderungen sind ein Bereich, für den die üblichen diagnostischen Werkzeuge schlicht nicht ausgelegt sind. Für den Ausschluss ernsthafter Erkrankungen ist Ihr Arzt genau die richtige erste Anlaufstelle, bei den faszialen Belastungen des Sitzens setzt unsere Arbeit an.
Der zweite blinde Fleck: die Gelenkfunktion
Neben dem Fasziengewebe wird beim Sitzen ein zweiter Bereich regelmäßig übersehen: einzelne blockierte Gelenke. Eine Blockade bedeutet, dass ein Gelenk in seinem normalen Spiel eingeschränkt ist. Es steht nicht „falsch", aber es bewegt sich nicht mehr frei. Im Rumpf-, Becken- und Hüftbereich, also genau dort, wo beim Sitzen die Last liegt, gibt es eine große Zahl solcher Gelenke.
Sitzen verursacht solche Blockaden meist nicht selbst, aber es macht sie spürbar und hält sie aufrecht: In der bewegungslosen Haltung fehlt dem Gelenk der ständige Wechsel, über den es sich normalerweise von allein wieder löst. Typisch ist ein Schmerz, der in bestimmten Positionen stechend oder ziehend auftritt, beim Aufstehen am stärksten ist und in Bewegung nachlässt. Der Körper meldet über Reflexe dauerhaft, dass etwas nicht frei läuft.
Für die Frage, warum Beschwerden trotz Therapie bleiben, ist das entscheidend: Eine Blockade ist in der Bildgebung nicht zu sehen und lässt sich weder wegtrainieren noch wegdehnen. Wird nur das Gewebe behandelt, bleibt die Blockade. Wird nur die Blockade gelöst, bleibt ein verändertes Fasziengewebe. Deshalb prüfen wir beides und behandeln es mit osteopathischen und chiropraktischen Techniken gemeinsam.
Das Problem mit der unpassenden Behandlung von Faszien und Gelenken
Selbst wenn die richtige Struktur erkannt ist, z. B. ein blockiertes Gelenk oder eine verfestigte fasziale Struktur, heißt das noch lange nicht, dass Technik und Dosierung so gewählt werden, dass am Ende ein vernünftiges Ergebnis steht. Gute Therapie hängt von vielen Faktoren ab, die man über Jahre mit Erfahrung und Training aufbauen muss. Wir nutzen zusätzlich zu unseren Ausbildungen in Osteopathie, Chiropraktik und Physiotherapie einige effektive Techniken, die wir selbst entwickelt haben.
Deshalb helfen Physiotherapie, Stretching oder Medikamente in manchen Fällen nicht nachhaltig, nicht weil sie schlecht sind, sondern weil sie nicht oder nicht ausreichend an der faszialen Ebene ansetzen. Trainingstherapie greift erfahrungsgemäß oft erst dann wieder, wenn das fasziale Gewebe belastbarer geworden ist und sich besser regenerieren kann. Beides kann sich sinnvoll ergänzen..

Verschiedene Probleme können Schmerzen beim Sitzen verursachen, aber Faszientherapie kann bei vielen Problemen helfen.

Fazit
Häufig wird von medizinischer Seite zu wenig das Fasziengewebe untersucht und behandelt.
Wenn man verschiedene fasziale Strukturen detailliert behandelt, sind häufig sehr interessante und zufriedenstellende Ergebnisse möglich, die in einer längeren Sitzzeit wieder resultieren können.
So läuft es ab
Sie entscheiden wie es weitergeht: 3 Startmöglichkeiten
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Faszien-Diagnostik und Therapie: Auf Ihren Befund abgestimmte Faszientherapie. Nach jeder Sitzung passen wir die Behandlung an. Ziel: Ihre Beschwerden so weit wie möglich reduzieren - und Ihnen zeigen, wie Sie selbst dazu beitragen können, dass sie nicht wiederkommen müssen.
Unsere Limitierungen
Wir sehen unsere Therapie ergänzend zu anderen Behandlungsmethoden. Die meisten unserer Patienten kommen zu uns, weil andere Therapien bisher nicht funktioniert haben.
Massive knöcherne Veränderungen, starke Gewebe-Zerstörungen, Tumore, schwere Erkrankungen und echte Nervenschäden limitieren typischerweise unsere Arbeit. Zum Glück sind diese selten und auch häufig keine kompletten Ausschlusskriterien für eine Faszienbehandlung, weil häufig noch das "Drumherum" erheblich von einer Faszientherapie profitiert. Wir lieben Ärzte und Physiotherapeuten und sind darauf angewiesen, dass Ärzte einige Dinge besser können als wir. Viele Physiotherapeuten machen einen sehr guten Job, ebenso andere Therapeuten wie z. B. Heilpraktiker oder Chiropraktoren. Wir sehen unsere Arbeit im Zusammenspiel mit anderen Professionen.
Nächster Schritt
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